SKG Erfelden - Sparte Karneval
              Ach, wie schee!  Helau bei de SKG !

Kappesitzung 2015

"Es war einmal..." hört man den Präsi bald,
seid willkommen in unserem Märchenwald !

„Es war einmal…“ so fängt fast jedes schöne Märchen an. Auch die vergangenen drei Wochenenden standen bei den Erfelder Fastnachtern unter diesem märchenhaften Motto. So verwandelte sich die Rheingoldhalle der SKG in den letzten Wochen zu einem wunderschönen Märchenwald, der so manchen Besucher erstaunen ließ. Entführt in eine surreale Welt, um den Alltagsstress einfach mal hinter sich zu lassen. Bereits im November, genauer zur Kampagneneröffnung am 11.11., wurde das diesjährige Motto vorgestellt. Seitdem liefen alle Vorbereitungen auf Hochtouren, um bis zur kommenden Fastnachtszeit und den Kappensitzungen rechtzeitig fertig zu werden.

Die Gäste erwartete eine aufwändig geschmückte Halle, die in liebevoller Arbeit bis ins Details perfektioniert wurde. Zur Begrüßung der einzelnen kostümierten Besucher stand der Elferrat Spalier und das Hausballett reichte jedem ein Gläschen Sekt als Einklang auf einen schönen Abend.

Pünktlich um 19:11 Uhr begann das Feuerwerk der Fröhlichkeit mit dem Einmarsch des Elferrats zusammen mit dem Hausballett unter kräftigen Helau-Rufen. Musikalisch begleitet wurden die Narren von den Schwarzbachtrommlern, nach deren ersten Paukenschlag es keinen Besucher auf seinem Stuhl hielt. Unter stehenden Ovationen bezog der Elferrat die passend dekorierte und verzierte Bühne, die einen Blick vom Inneren eines Märchenschlosses durch dessen Fenster auf die Schwedensäule fallen ließ – dies jedoch nicht in Wirklichkeit, sondern als gemalte Kunst. Die Schwarzbachtrommler, die ihr Debüt auf der Erfelder Bühne feierten, gaben einige bekannte Lieder zum Besten. Natürlich durften sie als erste die Bühne nicht ohne Zugabe verlassen!

Günter Becker, der langjährige Sitzungspräsident, begrüßte alle Anwesenden – u.a. auch Landrat Thomas Will und Riedstadts Bürgermeister Werner Amend – und versprach einen abwechslungsreichen, humorvollen und kurzweiligen Abend. Dass dies keine Floskel war, unterstrich das folgende, bunte Programm auf der Bühne.

Bereits die „Blaue Garde“, die durch die Trainerinnen Jasmin Bauer-Eberling und Alina Strohauer perfekt auf Ihren Auftritt vorbereitet wurde, brachte den Saal mit schwingenden Beinen zur fetzigen Polka zum Beben. Es hielt niemand auf den Stühlen, sodass auch die jungen Damen erst nach einer Zugabe von der Bühne abmarschieren durften.

Um den Zuschauern eine kurze Sitzpause zu gewähren, gab Kevin Gils – der im Vorjahr sein Bühnendebüt gab – in der Bütt den beschwerlichen Berufsalltag eines Masseurs – der ebenso gut ein Bäcker hätte werden können, zum Besten; bevor die Bühne durch das Männerballett der „Trewwerer 11en“ übernommen und zünftig gerockt wurde.

Weniger fetzig, dafür mit deutlich mehr Stimme traten die „Rheingold-Singers“ auf die Bühne, um unter Leitung von Stefan Konrad, ihre neueste Episode der Hit-Parade zu präsentieren. Bekannte Schlager luden die zahlreich erschienenen Gäste zum Mitsingen und Schunkeln ein. Eine Zugabe, nämlich des Gewinners der Hit-Parade – der durch das Klatschen und Grölen der Gäste bestimmt wurde, war hier selbstverständlich.

„Der 30-jährige Krieg kann nicht schlimmer gewesen sein“, als 30 Jahre verheiratet zu sein. Dies war die Erkenntnis des „Ehepaars“ Günter Becker und Monika Zentgraf, die sich in der Bütt gegenseitig die Missverständnisse ihrer langen Einigkeit an den Kopf warfen. So manchem im Saal wird dies und das wohl bekannt vorgekommen sein, so hörte man Lachen und Klatschen am laufenden Band.

Einen besonderen Dank an die Sponsoren, den Mitwirkenden auf, vor und hinter der Bühne erwies der Sitzungspräsident unter applaudierenden Gästen direkt vor der Pause. Auch zollte er der Hallendekoration und dem Bühnenbild, die sich so wunderbar an das Motto anglichen, große Aufmerksamkeit.

Niemand geringeres, als der Elferrat selbst, eröffnete das Bühnenfeuerwerk der zweiten Runde. Unter Leitung von Tanja Küster, die selbst als Akteurin mit auf der Bühne stand, gaben die elf Herren die Geschichte von Schneewittchen wieder – auch wenn in einer kurios witzigen Form. Keine halbe Minute dauerte es, bis die Märchen-Aufführung die volle Aufmerksamkeit der Zuschauer innehatte. Die Lachmuskeln wurden stark beansprucht, dass sich bei so manchem sicher Atemnot einstellte. So hatte man die Interpretation des Märchens sicher noch nicht erlebt.

Der nachfolgende Punkt war nicht nur für das weibliche Publikum ein Augenschmaus. Die Formation „The Tasty Eight“ – bestehend aus acht jungen Männern, gaben eine synchrone Darbietung wieder, wie man es nicht erwartete. Unter modernen Rhythmen zeigten sie, was sie von ihren Trainerinnen Steffi Philipp und Melanie Däubener in den letzten Monaten gelernt hatten. Man sah viele begeisterte Augen auf die Bühne gerichtet. Unter tosendem Applaus und lauten Gegröle forderten die Gäste eine Zugabe, die ihnen natürlich nicht verwahrt blieb.

Wolfgang Larbig, der in der ersten Hälfte der Sitzung noch unter den Sängern zu finden war, berichtete in der Bütt als „Alter Fastnachter“ von längst vergangener Zeit und den neuen Sitten und Bräuchen der fünften Jahreszeit. Die Lacher hatte er sich redlich verdient.

Kaum war die Bühne geräumt, schon stellte Günter Becker den nächsten Act vor: „ToN“. Nicht für die Ohren, wenn man sich vom Namen der Gruppe verleiten ließe, sondern für Auge und Gemüt war es ein Spektakel. Die Frauen und Männer der Tanzgruppe ToN begannen bereits zwischen den Tischreihen im Saal mit ihrer Aufführung. Durch die beleuchteten Armstulpen der Akteure waren sie gut zu sehen und bewegten sich stilvoll zur Musik in Richtung Bühne, auf der sie dann mit tänzerischem Können und einigen anspruchsvollen Hebungen ihre Kunst zum Besten gaben. Niemand im Saal konnte seine Augen von der Bühne weichen, so war es klar, dass auch diese Gruppe – unter der Leitung von Nicole Jütz, die selbst Teil der Tanzformation ist – nicht ohne Zugabe und dreifachem Helau ausmarschieren durfte.

Wie schwer es ein Mann doch in der Ehe hat! Dies konnte Andreas Schupp als „gestresster Ehemann“ in der Bütt glaubhaft und ehrlich präsentieren. Kräftigen Applaus erntete er dafür vom Publikum und so mancher brachte ihm auch sein Mitgefühl entgegen.

Den letzten Tanz der Saison tanzte die Formation „Unique“ vom Trainerinnen-Duo Jasmin Bauer-Eberling und Alina Strohauer. Zu rockiger Musik bot die Tanzgruppe, die nicht ausschließlich aus weiblichen Teilnehmern besteht, dem Publikum eine traumhafte Performance. Eine Zugabe war natürlich auch hier vorprogrammiert und wurde von den begeisterten Zuschauern auch direkt unter langanhaltendem Applaus eingefordert.

Zum Schluss der über 4-stündigen Kappensitzung gab es ein Wiedersehen mit allen Akteuren auf der Bühne, die zusammen mit dem Publikum ein Lied sagen: „die Erweller Fastnacht ist wunderbar …“ Dies war keinesfalls zu viel versprochen! Günter Becker schloss die Sitzung und lud zum Tanzen zur Musik der Band „No Files“ und zu einem geselligen Beisammensein in den beiden Bars bis in die frühen Morgenstunden ein.